History - DJ Markus

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

History





 Die Anfänge

Das Kürzel „DJ“ wird zwar inzwischen international wie ein eigenständiges Wort gebraucht (sprich „Deejay“), 
aber es handelt sich dabei lediglich um eine Abkürzung für die Berufsbezeichnung Discjockey. 
Dieser aus dem Englischen stammenden Begriff bezeichnet mit Disc zum einen eine Scheibe oder Platte 
und mit Jockey den Rennreiter oder Fahrer. 
Im ursprünglichen Sinn war der Discjockey jemand, der im Rundfunk oder später auch in Diskotheken und Clubs Schallplatten auflegte.

Als erste erwähnenswerte DJs der Geschichte kann man wohl die Radio-DJs aus den Anfängen des Rundfunks bezeichnen, 
auch wenn das Medium zu Beginn des 20. Jahrhunderts sicherlich noch sehr exklusiv und keinesfalls ein Massenphänomen war.

Der erste DJ, der das Auflegen von Platten so zelebrierte, dass der Eindruck entstand, es fände ein Konzert statt, war Al Jarvis. 

 
Al Jarvis oben rechts und Martin Block auf dem unteren Bild

Zwar beschritt er damit 1932 in Los Angeles Neuland, aber für den Einzug in die Geschichtsbücher reichte sein Bekanntheitsgrad trotzdem nicht. 
Seine Art Platten aufzulegen und diese anzumoderieren, 
schaute sich Martin Block aus New York ab und wurde damit 1935 zum ersten Radio-DJ-Star. 

Er legte einen Song nach dem anderen auf, also keinen „Mix“ im heutigen Sinne, 
füllte die Pausen mit phantasievollen Anmoderationen und schuf damit eine neuartige Performance, die ihn sehr populär werden ließ. 
Seine Sendung „Make-believe Ball“ hatte nach nur vier Monaten durchschnittlich vier Millionen Zuhörer.

Die Diskothek – 
Ursprung eines Konzeptes oder einer Lebensart

Ihren zeitlichen Ursprung findet die Diskothek wohl im Paris des Zweiten Weltkrieges. 
Während der deutschen Besatzung wurden die französischen Jazzbands aus den Live-Clubs vertrieben, 
das französische Publikum blieb aus und die Clubs führten ein Schattendasein 
mit den wenigen und ungebetenen Gästen aus Deutschland. 

Die Franzosen gingen in Höhlen und Keller auf die andere Seite der Seine und installierten dort leichte Beschallungssysteme, 
bestehend aus Plattenspieler, Verstärker und Lautsprecher. 
Die Pariser feierten so heimlich in ihrer eigenen Stadt zu Musik aus der Konserve. 

Nach dem Krieg kehrte das öffentliche Leben wieder in die Pariser Clubs zurück und auch die Bands spielten wieder dort. 
Einige allerdings blieben bei dem Konzept, Musik aus der Konserve anzubieten und begründeten einen neuen Trend.


Der Ursprung der Disco ist also europäisch, doch sämtliche Weiterentwicklungen fanden zunächst in den USA statt, insbesondere in New York. 
1960 wurde dort „Le Club“ eröffnet und der erste DJ, der in einer Disco in New York Platten auflegte, 
war Slim Hyatt, der eigens von Olivier Coquelin, dem Manager des Clubs, angeheuert wurde. 

Doch glichen die damaligen DJ-Abende musikalisch eher einer Stop-and-go-Veranstaltung als einem kontinuierlichen musikalischen Fluss. 
Die berühmten Gäste des Le Club machten die ehemalige Garage populär.

Mehrere Discotheken sollten folgen, doch es dauerte noch einige Jahre, bis sich dieser Trend im Big Apple wirklich durchsetzte, 
um in den 70er Jahren seinen Höhepunkt zu erreichen. 

Modetänze wie der Twist verhalfen der „Peppermint Lounge“ Mitte der 60er Jahre zu unvergesslichen Clubnächten,
 in denen Gäste wie Greta Garbo und Judy Garland ausgelassen tanzten und feierten. 
Das „Arthur“ übernahm die Stellung als „The Place to be“ und verdrängte die Peppermint Lounge, 
ohne die aber weitere Entwicklungen so vielleicht gar nicht stattgefunden hätten. 



1969 entstand der erste Underground-Club in New York, 
es war das Geburtsjahr des „Salvation“, wo ausschließlich Partymusik gespielt wurde. 
Terry Noel war dort DJ der ersten Stunde, wurde allerdings von Francis Grasso,
 der als DJ-Autor noch berühmt werden sollte, als Resident abgelöst. 
Genauso wie „The Church“ das Salvation in der Underground-Szene sehr bald ablösen sollte. 



Terry Noel links, Francis Grasso rechts



das Salvation


Der DJ und spätere Autor Francis Grosso, der den Job von Noel übernahm, war zumindest in New York der Erste,
der die Platten nicht nur ineinander mischte, sondern sein Quellmaterial zudem veränderte und so etwas völlig Neues entstehen ließ.
Er mixte Gospelchöre mit Rythm-only-Passagen und spielte einen Mix aus aktuellen Funkproduktionen von James Brown bis Booker T.

Grosso brachte auch die DJ-Technik entscheidend voran, weil er als erster DJ „Slipcueing“ anwendete.
Er hielt also mit den Fingern die Platte so lange fest, bis der Beat der vorherigen Platte endete, und ließ erst dann los.
Eine weitere grundlegende Neuerung geht auf seine Idee zurück,
rund zugeschnittene Filzmatten (Slipmates) zwischen Plattenteller und Vinyl zu legen,
sodass der Motor den Plattenteller weiter antreiben konnte.
Da so der Reibungswiderstand extrem minimiert wurde, hatte die Platte sofort die richtige Geschwindigkeit, wenn sie losgelassen wurde.

Doch damit nicht genug, denn Grosso war auch der erste DJ, der die Vorhörmöglichkeit nutzte,
die Pulthersteller wie Rodec aus Belgien in ihre Sende- und Discopulte integriert hatten (z.B. Rodec CU 888 ca. 1970.
So war er in der Lage, die Lautstärke des nachfolgenden Stückes an die des laufenden Tracks anzupassen.



hier das Rodec CU 888 Mischpult von damals



Studio 54, der wohl berühmteste Club

... in New York öffnete im April 1977 seine Pforten.

 Die Disco unter den Discos war der Treffpunkt der Schönen und Reichen. 
Glamour und Party, Drogen und Exzesse, sehen und gesehen werden,
hier traf sich die High Society mit den Exoten der New Yorker Mode- und Musikwelt. 

Die Tür war eisern und der homogene Mix auf der Tanzfläche zwischen Mann und Frau, 
homo- und heterosexuell, westlich und asiatisch war vom Gründer Steve Rubell geplant und durch und durch kalkuliert. 
Disco war nun extrem „in“ und Mainstream geworden, weswegen die Schlange vor dem Studio 54 allabendlich unglaublich lang war, 
beinahe wie vor den Toren einer riesigen Halle bei einem Rolling Stones Konzert. 



Am Ende von Disco kommt immer wieder Disco …



Doch mit dem Ende von Disco kamen andere Stile wie Hi-Energy, House, Acid-House und später Techno und alle ihre Subgenres. 
Sie alle hatten eines gemein: 
die Illusion einer nie endenden Party, totale Extase, ein Fallenlassen, ein Eintauchen in die Sphären der Musik. 
Diese Errungenschaften der Disco-Musik blieben und finden sich bis heute in vielen elektronischen Tanzmusikstilen wieder.

Für die DJs bedeutete diese Epoche endlich den ruhmreichen Einzug in die Clubs. 
In diesen Zeiten lernten sie den Umgang mit den unterschiedlichen Energien,
 die Musik innehat, und wie sie damit Spannungsbögen innerhalb eines DJ-Sets erzeugen konnten. 

Technisch war das sicherlich noch nicht besonders ausgereift. 
Francis Grosso war einer der Vorreiter, weil er die damaligen technischen Möglichkeiten voll ausschöpfte 
und als erster Nutzer von Slipmates die Entwicklung der DJ-Skills entscheidend vorantrieb. 
Am Ende der Disco-Ära war klar, dass die DJs noch nicht am Ende waren. 

Sie sollten die Entwicklung von Club-Musik entscheidend weiterbringen.
 Allein die Erkenntnis, dass die Radio-Mixe der aktuellen Produktionen den Ansprüchen der Tanzwütigen nicht mehr genügten, 
sollte viele DJs inspirieren, eigene Mixe zu erstellen, zu remixen, gar selbst zu produzieren … 


Größer,Lauter,Brillanter



Als sich Mitte der 70er aus Disco eine Popkultur zu entwickeln begann, tanzten die Jugendlichen im New Yorker Adams Apple Club den „Hustle“, 
eine schnelle Abwandlung des Swing der 40er Jahre. 

Der damalige DJ im Apple, David Todd, hatte gute Kontakte zur Musikindustrie 
und berichtete dem Produzenten Van McCoy und seinem Partner Charlie Kipps vom Hustle-Hype in seinem Club. 
Da Van gerade in New York war, um ein neues Album aufzunehmen, witterte er eine Chance und schickte Kipps in den Apple, um den Tanz zu studieren.

Inspiriert von den Bewegungen des neuen Tanzstils, schrieb McCoy den Titel „The Hustle“. 
Sein Album (Interpret: Van McCoy & The Soul City Symphony) benannte der clevere Producer,
 kurzerhand in „Disco Baby“ um. „The Hustle“ wurde 1975 als Single ausgekoppelt, verkaufte sich millionenfach und wurde einer der größten Dance-Hits der 70er Jahre.


...van McCoy...

Das Hauptproblem…


Viele DJs behalfen sich Mitte der Siebziger damit, die reinen Rhythmus-Passagen der Songs zur Gestaltung der Übergänge zu nutzen. 
Da die Single-Versionen der damaligen Produktionen jedoch für das Radio und nicht für den Dancefloor konzipiert waren, 
führte dies zu wenig befriedigenden Ergebnissen. 

Das Problem: Hatte der Song das tanzwütige Publikum erst einmal gepackt, 
war er auch schon zu Ende. Und selbst ein perfekter Mix in das nachfolgende Stück turnte die Menge eher ab, als dass er sie antrieb.

Dies veranlasste Tom Moulton und Walter Gibbons, Stücke zu remixen. 
Zwar remixte Moulton schon 1972 einige Songs, blieb dabei aber sehr nahe an den jeweiligen Originalen. 

Nur selten spielte er neue Spuren ein. 
Bei ihm reduzierte sich der Remix tatsächlich noch auf einen neuen Mixdown, 
in dem die Elemente der Grooves eine Dancefloor-tauglichere Gewichtung erhielten. 
Oft erschienen solche Remixe auf den B-Seiten der Veröffentlichungen. 



Walter Gibbons hingegen war ein wenig mutiger als Moulton.
 Er zerlegte die Stücke, die er zum Remix angeboten bekam in seine einzelnen Elemente und arrangierte sie komplett neu. 
Doch was beiden Remixern fehlte, war die Möglichkeit eine längere Clubversion zu pressen, 
denn die maximale Trackdauer einer Single lag bei knappen dreieinhalb Minuten,eine Songlänge, 
die bei weitem nicht mehr den Ansprüchen des Club-Publikums entsprach.


Walter Gibbons



Den Stein ins Rollen brachte Gibbons 1976 mit einer neunminütigen Version des Songs „Ten Percent“ der Band Double Exposure. 
Die Platte baute sich sehr langsam mit wenigen Rhythmus-Instrumenten auf, steigerte sich mit einigen eingeschobenen Parts über Breaks, 
um im Ur-Thema des Stücks, einer Streichermelodie zu gipfeln. 

Mit dem langen Mix, der sich nun nicht mehr auf eine normale 7“-Single pressen ließ, 
kam endlich die lang ersehnte Maxi-Single im 12“-Format auf den Plan. 
Namentlich das Disco-Label Salsoul Records war es,
 das Gibbons-Version des Titels auf einer Maxi-Single veröffentlichte und damit einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung tat.

Außerdem konnte man mit mehr Bassenergie schneiden, sodass die Bässe fetter klangen. 
Und auch der Hochtonbereich profitierte: HiHats und Percussion-Elemente klangen klarer und höher aufgelöst. 
Die Vorteile des 12“-Formates waren also zu jener Zeit sehr vielfältig!

Aber das neue Format brachte noch mehr. Fortan kamen, parallel zur „normalen“ Auskopplung, 
weitere Versionen auf den Plan: in der Regel gab es, neben dem „Original“, 
eine Dub-Version und einen Instrumental-Mix 
also das DJ-Paradies schlechthin! 

Endlich bekamen die DJs verschiedene extra für sie angefertigte Varianten an die Hand - DJ-Tools only!

Fassen wir also zusammen: Disco, als Erscheinung des Club-Undergrounds brachte der DJ-Kultur die so lange gewünschte Maxi-Single. 
Der Preis hierfür war, dass sich Disco mehr und mehr zum Mainstream entwickelte. 

Die Metamorphose zur Popkultur war nicht mehr aufzuhalten und der kommerzielle Ausverkauf stand vor der Tür. 
Für die DJs brachte die Etablierung der Maxi-Single in der Plattenindustrie allerdings erhebliche Vorteile mit sich
 und zwar nicht nur für ihre DJ-Sets.
Mehr und mehr trat die Industrie mit dem Wunsch an erfolgreiche DJs heran, spezielle Mixe für sie anzufertigen. 
 DJs mutierten zu Remixern und Produzenten. 
Ihr möglicher Horizont erweiterte sich, aber auch die an sie gestellten Anforderungen stiegen deutlich…



Meine eigene Meinung :

Ich bin seit 23 Jahren DJ und JA ,ich darf mich auch so schimpfen.
WARUM ?? Weil ich , den Mut hatte, sich einfach mal hinter die CD Player zu stellen,
auch wenn ich, ganz zart das Mischpult bediente und die Hosen voll hatte...

Aber die Resonanz der Hörer, war für mich die schönste Belohnung.

Deswegen war ich dann auch in Weiden.i.d.Opf  im "Cayenne" als Country DJ
Es war ein absoluter Traum,vor so vielen Zuhörern und Tänzern aufzulegen.

Das Problem in der heutigen Zeit ist, das jeder der Musik 
, versucht, aufzulegen, sich als DJ ausgibt !!

Aber das Ergebnis, ist eben einfach ganz erschreckend, 
wenn ich nicht mal, die Titel richtig aussprechen kann,
nebenbei, auf biegen und brechen, einen DJ zu mimen, 
ist halt eben 
zum Scheitern verdammt !!!























 
 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü